Mittwoch, 31.10.2018
20 Uhr, Kreuztal - Stadthalle

American Cajun, Blues & Zydeco Festival American Cajun, Blues & Zydeco Festival

Das Festival findet im Herbst 2018 zum 17. Mal statt und hat sich zum Bekanntesten dieser Art in Deutschland entwickelt.

Was sind denn aber diese drei exotisch anmutenden Musikstile die im Namen des Festivals stehen? Haben sie eine Geschichte? Ja! Und was für eine!!

Als die ersten „Acadians“ – also europäische Auswanderer französischer Abstammung – zwangsweise 1755 von den Briten aus Kanada vertrieben wurden, weil sie nicht der britischen Krone angehören wollten, wurden sie in den unwirtlichen Sümpfen von Louisiana angesiedelt.
Sie brachten französische Akkordeon-Musik und Lieder mit. Diese vermischten sich mit dem Blues der schwarzen Plantagensklaven aus Afrika und den wilden Polyrhythmen der Karibik. So entstand also Cajun & Zydeco als eine Fusion mehrerer Kulturen.
Ein gutes Jahrhundert musste ins Land gehen bevor man dafür den Begriff Weltmusik kreierte. Später entwickelte sich daraus auch der R&B sowie Rock’n’Roll. Würden die Alligatoren draußen vor den Fenstern schwimmen, man könnte sich irgendwo am Bayou fühlen.
Die Temperaturen können bei großem Publikumsandrang wie im tropischen Louisiana sein. Bei so einer Hitze braut sich schnell was zusammen und wie bei einem Wirbelsturm entlädt sich dieses aufgestaute Lebensgefühl in einer euphorischen Session.

Mit dieser geht das Festival immer zu Ende: wild, fröhlich, schwitzend, laut und lebenslustig.

Dwayne Dopsie & the Zydeco Hellraiser:
High-energy Zydeco. Dopsie wird auch als „Jimi Hendrix des Akkordeons“ bezeichnet. Er fordert gängige Stereotypen heraus und schlägt einen neuen und erfrischenden Pfad für den Zydeco des 21. Jahrhunderts ein.

Roddie Romero Trio: Der Multiinstrumentalist und Sänger Roddie Romero lebt und atmet die Kultur von South-Louisiana. Er wurde drei Mal für den Grammy nominiert.

Blues à Bébé:
Blues à Bébé ist ein Tribut des Geigers Johannes Epremian an die Cajun-Fiddler Louisianas. Getauft mit den Wassern des Mississippi durchforstet der musikalische Grenzgänger seit vielen Jahrzehnten die Swamps von Louisiana nach Cajun Grooves, die auf der Fiddle entstanden sind. Auch bekannt als Frontmann von LE CLOU.