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Das Veranstaltungsportal des Kulturrings Siegerland-Wittgenstein
Fr. 24.04.2020
Scartazzini, Strauss, Mahler
20.00 Uhr
Apollo-Theater Siegen, Morleystr. 1
"Wir graben den gleichen Tunnel, im gleichen Berg, doch aus verschiedenen Richtungen. Letztendlich werden wir uns begegnen", schrieb Gustav Mahler an Richard Strauss. Die beiden Titanen, grundverschieden in Temperament und Persönlichkeit, waren als Komponisten, Klangfarben- und Formenrevolutionäre, als Dirigenten und Opernerneuerer Wegweiser ins 20. Jahrhundert. "Strauss leuchtet stark und funkelt, sagt Anekdoten und hält sich an der äußeren Hülle der Welt fest. Mahler brennt, leuchtet, zielt nach Höherem und reißt uns mit – weit über unser persönliches Schicksal hinaus", kommentierte Alma Mahler. Strauss, mit "Salome" und "Elektra" ein skandalumwitterter Klangmagier, machte mit seinem "Rosenkavalier" einen – für die zeitgenössische Avantgarde unverständlichen Rückwärtssalto. Wichtiger Bestandteil seines üppigen Werkkatalogs sind Kunstlieder. Die 6 Lieder op. 68 entstanden 1918 für Klavier und Sopran. Die Orchestrierung erfolgte 1940 und stellt an die Sopranistin extreme Anforderungen: Neben leichter Koloratur bedarf es zupackender Dramatik. Als Musikpraktiker die Welt bewegend, blieb Mahler als Komponist vielerorts unverstanden. Die 4. Sinfonie gehört in der Rückschau zu seinen bedeutendsten Werken. Sie ist die letzte der drei Sinfonien mit Texten aus "Des Knaben Wunderhorn" von C. Brentano und A. von Arnim. Der Schweizer Komponist Andrea Lorenzo Scartazzini arbeitet an dem ehrgeizigen Projekt, zu jeder Mahler-Sinfonie einen korrespondierenden sinfonischen Satz zu schreiben.
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